browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Um was geht´s

Die Allgaeu-Orient-Rallye

Das Team “Racing Wombats” wird Ende April 2013 wieder an der Allgäu-Orient-Rallye teilnehmen.Die Allgäu-Orient-Rallye ist eine nicht kommerzielle automobile Schnitzeljagd von Süddeutschland (Oberstaufen) nach Amman (Jordanien), bei der drei Dinge im Vordergrund stehen:

Humanitäre Projekte, Völkerverständigung und Abenteuer.

2006 entstand die Rallye in lustiger Runde am Oberstaufener Stammtisch und wurde das erste Mal durchgeführt. Seitdem findet sie jährlich statt und hatte bisher wegen der Zusammenarbeit mit dem jordanischen Königshaus immer das Ziel Amman, Jordanien.  Aufgrund der unsicheren politischen Lage in Syrien kam die Rallye 2011 auf der Fähre nach Ägypten zu einem ungeplanten Ende und 2012 wurde mit Baku, Aserbaidschan ein Alternativziel Ziel gefunden.

Dieses Jahr ist aber wieder die Fahrt bis nach Jordanien geplant. Als erste Auto-Rallye wird die Allgäu-Orient Rallye,  in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, quer durch Israel führen.

Unsere Reise geht 2013 durch neun Länder (Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Griechenland)  bis nach Istanbul und von dort in einem Rundkurs bis an die Ostgrenze der Türkei am Berg Ararat vorbei. Per Fähre geht es vom türkischen Hafen Iskenderun per Auto-Fähre nach Israel (Der ursprüngliche Plan “Zypern” musste leider gecancelt werden… siehe Blogeintrag vom 08.04.2013). Nach der Durchquerung von Israel ist das Ziel in Ammann, Jordanien erreicht…, nach einer Fahrt von  rund 6.000 Kilometern.

Auf der Strecke werden die Rallyeteams vielfältige Aufgaben bewältigen und verschiedene humanitäre Projekte unterstützen.

Humanitäre Projekte

In der Vergangenheit unterstützte die Allgäu-Orient-Rallye in Zusammenarbeit mit dem World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen verschiedene Hilfs-Projekte. Dabei wird sehr großen Wert auf Projekte gelegt, die nachhaltig und langfristig Hilfe bieten, frei nach dem Motto „Gib dem Menschen einen Fisch, dann wird er einen Tag lang satt; gib dem Menschen eine Angel, dann wird er sein Leben lang satt“. In der Vergangenheit konnten dadurch eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte unterstützt und realisiert werden:

  • Errichtung einer Käserei im Beduinendorf Al Rabia
  • Versorgung von armen und behinderten Kindern mit Spielzeug und Medikamenten in Zusammenarbeit mit der Jürgen-Wahn-Stiftung e.V.
  • Versorgung von 300 Kindern mit Hörgeräten
  • Kleidung und Spielzeug für ein palästinensisches Flüchtlingslager in Jordanien
  • Rollstühle für die Parolympics-Organisation
  • Nähmaschinen für Frauenarbeitsschulen in Anatolien
  • Unterstützung des Türkischen Halbmonds

In 2012 konnten wir u.a. an den folgenden Projekten teilnehmen, die von uns und vom Organisationskomitee sorgfältig ausgewählt wurden.

  • In Kooperation mit „AIDA-Nights of the Proms” (http://www.notp.com/) wurden für die Rallye pro Fahrzeug Musikinstrumente (von der Blockflöte bis zum Kontrabass) gesammelt. Unsere Instrumente konnten wir in Kars, Türkei für die örtliche Musikschule übergeben.
  •  Die Rallyefahrzeuge gingen an den Flüchtlingshilfeverein Bergkarabach, wo sie entweder im Ganzen an Flüchtlingsfamilien verschenkt oder als Ersatzteillager herhalten. Die Autos mit Schäden (wie unser Wombat III (siehe Reisetagebuch 2012) wurden entweder repariert oder ausgeschlachtet.
  •  Wir haben zwei gefüllte Schubkarren (incl. Schubkarren) mit Hilfsgütern für das Kinderheim der Organisation „Kinderzukunft“ in Timisoara, Rumänien, mitgenommen und erfolgreich am Ziel übergeben.

  •  Ebenfalls wurden ca. 30 kg verschiedenster Werkzeuge für die Unterstützung der Berufsschule in Telawi, Georgien transportiert und übergeben.
  •  Wir waren eins von 10 Teams, die ein hochwertiges Hörgerät sicher und wohlbehalten bis nach Jordanien im Gepäck hatten, wo diese an ein dort tätige Ohrenärztin übergeben wurden.

An Projekten ist für die Rallye 2013 schon soviel bekannt:

  • Die Rallyewagen werden in Jordanien als Ersatzteillager herhalten und die Erlöse daraus an verschiedene Hilfsorganisationen gespendet. Ggf. werden gut erhaltene Wagen auch komplett gespendet.
  •  Wir sammeln Spiel- und Schulsachen für einen Kindergarten im Ort Velipoje im Norden Albaniens. Dieser wurde 2001 mit Spenden der Jürgen Wahn Stiftung und der Albertus-Magnus-Gemeinde in Soest errichtet und beherbergt bis zu 250 Kinder und Jugendliche.

…. weitere Projekte sind im Gespräch und werden die nächsten Wochen bekannt gemacht.

Das Besondere an Projekten, wie das Beispiel der Musikinstrumente oder Hilfsgüter für das Kinderheim in Rumänien, ist, dass die Rallyeteilnehmer die Hilfsgüter direkt im Rahmen der Rallye transportieren und persönlich übergeben und dadurch live erleben, wie Hilfe ankommt.

Der größte Beitrag zur Unterstützung von Hilfsprojekten kommt in erster Linie aus den Versteigerungen der Rallyefahrzeuge im Zielland zum Ausschlachten für Ersatzteile. 2008 beispielsweise kamen allein dadurch rund 80.000 Euro zusammen.

 

Völkerverständigung

Während der Rallye sind durch jedes Team täglich Sonderaufgaben zu erfüllen, die alle im Roadbook zu dokumentieren sind. Diese Aufgaben machen die ganze Sache zu einer „Schnitzeljagd“ und ermutigen die Teams, sich mit den Menschen und der Kultur der Länder, die man auf dieser Abenteuerreise durchquert, auseinander zu setzen.

Hier lässt sich das Organisationskomitee jedes Jahr aufs Neue spannende und herausfordernde Aufgaben einfallen und die Teams erfahren für die meisten Aufgaben erst  am Start, was hier auf sie zukommt. Dabei kann es sich um das Besorgen von Nationalhymnen in Noten und Text, den Tausch von allgäuer mit lokalen Bier in den Ländern oder auch einfach nur um das Probieren kulinarischer Spezialitäten der Region handeln. Da muss sich das Team auch mal ein Volkslied des Landes beibringen lassen, um es zu einem viel späteren Zeitpunkt dann vorzutragen.

In 2012 waren es u.a. folgende Aufgaben, die die Teilnehmer mit den Menschen der Länder zusammenbrachten.

  • Musik verbindet Rallyefahrer und Völker
    Ein Teilnehmer eines jeden Teams hatte bis Istanbul Zeit, eins der drei transportierten Musikinstrumente (siehe oben) soweit zu lernen, damit bei einem Konzert vor der blauen Moschee türkische Volkslied „Olmaz Olmaz“ vorführen können.
  • In Samsun (Türkei) wurden dem türkischen Sportminister pro Rallyeteilnehmer Wimpel oder Zeichen von deutschen lokalen Sportvereinen übergeben, die mit einem Gruß eines türkischen Mitglieds versehen sind.

Folgende  Aufgaben und Aktionen sind für die Rallye 2013 schon bekannt:

  • Das Fahrerlager wird auch in 2013 wieder auf dem Platz vor der blauen Moschee aufgeschlagen, was schon in 2012 großes Interesse der türkischen Medien und Einwohner weckte.
  • Einweihung des Allgäu-Orient Denkmals in Istanbul (die Teile wurden 2012 von den Rallyeteilnehmern besorgt, transportiert und übergeben) zu dem alle Rallyeteams einen Baum (Bäumchen) aus Deutschland für die Begrünung der Denkmalfläche mitnehmen werden.
  • Stadtfest zu Ehren der Allgäu-Orient Rallye in Kars, Türkei.

… weitere Aufgaben / Aktionen folgen …

 

Abenteuer

Für die Rallye gibt es  klare Regeln, die das ganze recht schon bei der Vorbereitung sehr  herausfordernd für die Teilnehmer machen:

  •  108 Teams (1 Team = 3 Autos, 6 Fahrer)
  • Autos älter als 20 Jahre oder weniger als 1.111,11 Euro wert
  • Freie Streckenwahl, bis auf wenige festgelegte Zwischenziele
  • Nicht mehr als 666 km pro Tag
  • Keine Nutzung von Autobahnen oder Mautstraßen –
    nur Nebenstraßen sind erlaubt
  • Kein GPS – die gute alte Landkarte muss reichen
  • Übernachtung im Auto, in Zelten, unter freiem Himmel oder in Unterkünften, die weniger als 11,11 Euro kosten
  • Nicht alle Autos, aber alle Teilnehmer müssen in mindestens einem Teamfahrzeug im Ziel ankommen

Außerdem werden auch hier einige Aufgaben gestellt, die die Rallye extrem spannend machen werden.

  •  In der Türkei wird es eine „Chinesenrallye“ geben, bei dem die Rallyewagen (wenn tauglich) über einen Allrad Kurs geschickt werden auf dem nur anhand von Bildern navigiert werden kann.
  • In der Türkei wird es eine Berg- und in Jordanien einen Wüstenprüfung geben.

… auch hier werden noch weitere Aufgaben und Aktionen folgen.

 

Im Ziel angekommen wird das Roadbook ausgewertet und die Einhaltung der Regeln sowie die Erfüllung der Tages- und Projektaufgaben bewertet. Als Preis für den ersten Sieger winkt ein Kamel, welches ebenfalls einem Einheimischen als Spende überlassen wird.

Weitere Informationen findet man auf der offiziellen Allgäu-Orient-Rallye Seite der Rallye

http://www.allgaeu-orient.de/


Keine Kommentare erlaubt.